berlin von morgen.
podiumsgespräch mit dem regierenden bürgermeister.

2 Jun

Blick auf Berlin

Ich liebe Berlin. Weil das nicht nur mir so geht, wächst die Stadt und entwickelt sich, Prognosen zufolge, in absehbarer Zeit zu einer 4-Millionen-Metropole. Welche Chancen und welche Risiken gehen damit einher? Was soll sich ändern, was soll bleiben und was soll keinesfalls passieren, damit eine Großstadt wie Berlin lebenswert bleibt?

Über diese Fragen spreche ich am 10. Juni 2016 ab 19.30 Uhr mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin sowie mit drei weiteren Berlinerinnen, nämlich Rona Kobel (Universität der Künste), Maria Anne Schmidt (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) und Laura Schwesinger (Humboldt-Universität zu Berlin) in der Urania.

Besucherinnen und Besucher sind selbstverständlich herzlich willkommen. Ebenso fachliche und persönliche Ideen und Fragen, die in diesem Zusammenhang wichtig sein könnten (bitte hierhin oder vor Ort selbst stellen). Meine Kinder haben sich auch schon Gedanken darüber gemacht was ihnen am Herzen liegt um Berlin noch lebenswerter zu machen:

„Wünsche

work21 – arbeiten im 21. jahrhundert.
auf den spuren des fotografen august sander.

29 Mai

Foto von Frank Nürnberger

Foto von Frank Nürnberger

Im letzten Jahrhundert schuf der Fotograf August Sander das umfangreiche Werk Menschen des 20. Jahrhunderts. Rund 90 Jahre später lässt sich der Berliner Fotograf Frank Nürnberger davon inspirieren und schafft Work21, ein ebenfalls umfangreiches Porträtprojekt über das Arbeiten im 21. Jahrhundert in den Bereichen „Bildung und Wissenschaft“, „Internet und Digitales“, „Kunst, Kultur und Unterhaltung“ sowie „Bauen und Wohnen“.

Das Besondere: In jedem Bereich gibt es 7 Porträtserien mit je 7 Aufnahmen, aber nur die erste Person wurde vom Fotografen ausgewählt. Alle folgenden Personen werden von der vorhergehenden Person vorgeschlagen. So informiert das Porträtprojekt nicht nur über einzelne Personen und ihren Beruf, sondern auch über berufliche Netzwerke.

Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieses famosen Porträtprojekts sein darf. Vielen Dank an Ute Frevert (Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung) für ihren – im wahrsten Sinne des Wortes – bezaubernden Vorschlag. Weiter geht es mit Steffen Krach (Staatssekretär für Wissenschaft in Berlin), den ich für dieses Porträtprojekt vorschlage. Ich bin gespannt auf alle noch folgenden Porträts und kann wärmstens empfehlen sich die bisherigen Fotos und Videos des Projekts auf work21.de anzusehen.

psychologie heute-blog.
über fragmentierte liebesleben.

23 Mai

Foto von Priscila Tonon Ramos

Foto von Priscila Tonon Ramos

Die Suche nach der großen Liebe gestaltet sich manchmal wie die vergebliche Suche nach der sogenannten eierlegenden Wollmilchsau. Statt zu resignieren hat meine Freundin Anna ihr Liebesleben perfektioniert indem sie es vor einiger Zeit fragmentierte. Unterschiedliche Bedürfnisse, die sich in einer klassischen Partnerschaft exklusiv an eine Person richten, werden in ihrem Leben auf drei Männer verteilt. Aber macht diese ‚Arbeitsteilung‘ im Liebesleben glücklich? → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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Seit Juli 2014 veröffentlicht die populärwissenschaftliche Zeitschrift Psychologie Heute einen wöchentlichen Blog mit dem Titel ‚Der psychologische Blick‘. Jeden zweiten Dienstag schreibt darin einer von derzeit vier Kolumnisten, darunter die Autorin dieses Blogs, über aktuelle Themen aus Alltag, Gesellschaft und Wissenschaft.

vorschlag bundesprofessur.
debattenbeitrag von mitgliedern der jungen akademie.

20 Mai

„Specht,

Exzellente Wissenschaft braucht kluge Köpfe und langfristige Perspektiven. Es fehlt jedoch an personenbezogener, langfristiger Förderung im deutschen Wissenschaftssystem. Diesem Mangel wirken nun Mitglieder der Jungen Akademie mit einem Debattenbeitrag entgegen, der soeben veröffentlicht wurde. Wir schlagen die Einführung einer Bundesprofessur vor. Diese soll erfolgreichen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine unbefristete Möglichkeit zur selbstständigen Forschung und Lehre an einer Universität ihrer Wahl ermöglichen und langfristig aus Bundesmitteln finanziert werden.

Das Konzept der Bundesprofessur knüpft an bestehende Förderformate für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (bspw. Juniorprofessur und Emmy-Noether-Gruppe) an und führt sie nachhaltig weiter. Im Gegensatz zum heute vorgestellten Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses richtet sich die Bundesprofessur an bereits berufungsfähige Personen und soll dauerhaft vom Bund getragen werden.

Der Vorschlag zur Bundesprofessur entstand im Rahmen der interdisziplinären Arbeitsgruppe Wissenschaftspolitik der Jungen Akademie. Die fünf Autorinnen und Autoren Jule Specht (Freie Universität Berlin), Ulrike Endesfelder und Tobias J. Erb (beide Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie), Christian Hof (Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum) und Wolfram Pernice (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) wurden dabei von 31 weiteren aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Jungen Akademie unterstützt.

Die Studie ist frei verfügbar und kann unter folgendem Link gelesen werden:
Jule Specht, Ulrike Endesfelder, Tobias J. Erb, Christian Hof, Wolfram Pernice et al. (2016). Die Bundesprofessur: Eine personenbezogene, langfristige Förderung im deutschen Wissenschaftssystem. Berlin: Die Junge Akademie (ISBN 978-3-00-053002-9).

Die Pressemitteilung zur Studie gibt es hier.

Presseberichte:

  • ZEIT Online: Gastbeitrag mit dem Titel „Wir brauchen eine Bundesprofessur!“ (von Jule Specht, Ulrike Endesfelder, Tobias J. Erb, Christian Hof, Wolfram Pernice)
  • Deutschlandfunk: Gesprächsrunde in der Sendung Campus & Karriere mit Jule Specht, Eva-Maria Stange (Wissenschaftsministerin Sachsen), Ernst Schmachtenberg (Rektor der RWTH Aachen) und Regina Brinkmann (Moderation)
  • ZEIT CHANCEN Brief: Meldung mit dem Titel „Junge Akademie fordert Bundesprofessur“
  • Forschung und Lehre: Nachricht mit dem Titel „Junge Akademie schlägt Bundesprofessur vor“
  • Der Tagesspiegel: Artikel mit dem Titel „Karrierechancen junger Wissenschaftler: Unzufrieden mit dem Professoren-Programm“ von Amory Burchard

Die Junge Akademie:
Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Weitere Informationen zur Jungen Akademie gibt es hier: http://www.diejungeakademie.de

psychologie heute-blog.
über alterspanik.

28 Mrz

Foto von Amanda Tipton

Foto von Amanda Tipton

Seit über zwei Jahren bin ich ‚fast 30‘. In wenigen Wochen muss ich das ‚fast’ daraus streichen. Obwohl längst im Erwachsenenleben gelandet, stellt dieser Übergang vom jungen ins mittlere Erwachsenenalter eine emotionale Herausforderung dar. Ein Grund dafür: Der 30. Geburtstag ist ein ’temporal landmark‘, ein zeitlicher Orientierungspunkt, ab dem man angekommen ist und alles so bleibt wie es ist — ein Trugschluss, Segen oder bittere Wahrheit? → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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kampagnenstart brain city.
botschafterin für den wissenschaftsstandort berlin.

9 Mrz

BrainCityBerlin_Jule_Specht

Berlin gehört zu den größten und innovativsten Wissenschaftsstandorten in Europa. An 4 Universitäten, 7 Fachhochschulen, über 30 Privathochschulen und mehr als 70 außeruniversitären Einrichtungen wird hier eifrig und vielfältig geforscht. Die neue Kampagne Brain City möchte dieses einzigartige Potenzial in der öffentlichen Wahrnehmung stärker verankern und Talente aus Wissenschaft und Wirtschaft für Berlin begeistern. Sie wurde von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie ins Leben gerufen, die mit dieser Aufgabe wiederum vom Berliner Senat beauftragt wurden.

Meine Begeisterung für die Stadt als eine von vorerst 9 Botschafterinnen und Botschaftern für den Wissenschaftsstandort Berlin zeigen zu können, freut mich natürlich sehr. Damit die Kampagne bald so bunt wird wie die Stadt selbst, können sich weitere begeisterte Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch als Botschafterin und Botschafter engagieren. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Und übrigens: Heute ist Kampagnenstart und für zwei Wochen werden die ersten Kampagnen-Plakate den Platz der Berlinale-Plakate von George Clooney und Co in der Potsdamer Straße vor der Stabi einnehmen:

BrainCityBerlin_Jule_Specht_Kampagnenstart

psychologie heute-blog.
über bedingungslosigkeit.

2 Feb

Foto von Mariano García-Gaspar

Foto von Mariano García-Gaspar

Bedingungslos zu geben wird oftmals als problematisch empfunden. Bedingungslos zu nehmen scheint jedoch ebenso diffizil. Und wo gibt es sie überhaupt noch, die reine Bedingungslosigkeit, wo das Geben und Nehmen nicht kontinuierlich abgewogen wird? Selbst in der Liebe und beim Recht auf Leben und Unversehrtheit scheint sie nicht immer zu gelten, dabei sind Menschen doch die champions of cooperation.  → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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gastkommentar im zeit chancen brief.
mehr professuren und weniger mittelbau!

21 Jan

Zeit Chancen Brief

Die Universitätslandschaft wandelt sich, leider nicht überall zum Guten. Zwar steigt die Zahl der Professuren leicht an, dies geht jedoch, wie der Deutsche Hochschulverband kürzlich feststellte, maßgeblich auf befristete Professuren zurück und kann mit dem Anstieg der Studierendenzahl nicht mithalten. Nicht nur das Betreuungsverhältnis verschlechtert sich so weiterhin, auch das Missverhältnis zwischen wissenschaftlichem Nachwuchs und unbefristeten Professuren spitzt sich zu. Ursachen sind die mangelnden Grundmittel der Universitäten und die wachsende Bedeutung zeitlich befristeter Drittmittel (z.B. von der DFG), die nach Angaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mittlerweile knapp 50 Prozent der universitären Forschungsausgaben ausmachen.

Im Gegensatz zu den finanzstarken Drittmittelgebern können Universitäten zeitlich unbefristete Stellen schaffen. Sie tun das allerdings momentan zu wenig – sondern investieren, zusätzlich zu den Drittmittelgebern, in den Mittelbau und finanzieren dort befristete Qualifikationsstellen. Auf diese Weise verschärft sich das Missverhältnis zwischen Nachwuchs und Professuren. Besser wäre es, wenn die Universitäten ihre Ressourcen nutzten um mehr zeitlich unbefristete Perspektiven zu schaffen – indem sie die Zahl selbstständig forschender und lehrender Professorinnen und Professoren deutlich erhöhen.

Ein solcher Strukturwandel – hin zu mehr Professuren und weniger Mittelbau – muss nicht zwangsläufig etwas kosten, wie die Junge Akademie vorgerechnet hat. Und die Konsequenzen sind vielversprechend: Es ergeben sich bessere Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die auch nachdrücklich vom Wissenschaftsrat und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eingefordert werden. Es schafft darüber hinaus mehr personelle Ressourcen für die Einwerbung von Drittmitteln. Aufgaben der Lehre, Prüfung und Selbstverwaltung würden zudem auf mehr Schultern verteilt, was nicht nur das Betreuungsverhältnis verbesserte, sondern den Professorinnen und Professoren auch mehr Zeit für Forschung verschaffte. Ein Wandel hin zum Besseren ist möglich – wer macht mit?

Jule Specht ist Juniorprofessorin im Fach Psychologie an der Freien Universität Berlin und setzte sich als Mitglied der Jungen Akademie kürzlich mit der Berufungspraxis bei Juniorprofessuren auseinander.

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Dieser Gastkommentar erschien heute im ZEIT Chancen Brief. In diesem kostenlosen Hochschul-Newsletter der Wochenzeitung DIE ZEIT werden montags und donnerstags Berichte zu hochschulpolitischen Themen zusammengestellt. Anmelden kann man sich dafür hier.

psychologie heute-blog.
über funktionale angst.

8 Dez

Foto von Aitor Aguirregabiria

Foto von Aitor Aguirregabiria

Die Angst grassiert. Selten hat sich ein Gefühl der Angst so schnell und weit verbreitet wie nach den jüngsten Anschlägen in Paris. Zur gleichen Zeit wird die Angst, die sich mit Wucht in den Alltag der Menschen gedrängt hat, einhellig als zu bekämpfendes Übel angesehen. Aber ist diese Angst wirklich unangepasst?  → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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Seit Juli 2014 veröffentlicht die populärwissenschaftliche Zeitschrift Psychologie Heute einen wöchentlichen Blog mit dem Titel ‚Der psychologische Blick‘. Jeden zweiten Dienstag schreibt darin einer von derzeit vier Kolumnisten, darunter die Autorin dieses Blogs, über aktuelle Themen aus Alltag, Gesellschaft und Wissenschaft.

freunde von freunden.
essay im buch ‚personalities‘.

26 Okt

Personalities vom Hatje Cantz Verlag

Cover des Buchs ‚Personalities
erschienen im Hatje Cantz Verlag in Zusammenarbeit mit Freunde von Freunden

Unsere Persönlichkeit beschreibt, wie wir uns in unserem Denken, Fühlen und Verhalten voneinander unterscheiden und beeinflusst ausnahmslos jeden Lebensbereich. So natürlich auch, und vielleicht sogar besonders deutlich, unser Zuhause. Um diese Beobachtung geht es in einem Essay, das ich für das Buch ‚Personalities‘ geschrieben habe. Das Buch entstand in einer Kooperation mit Freunde von Freunden, die eine meiner Lieblingsserien des ZeitMagazins verantworten, dem Hatje Cantz Verlag und USM, die Möbelbausysteme herstellen. → zum Buch

Darum geht’s:
In Personalities öffnen Menschen die Türen zu ihrer ganz persönlichen, unmittelbaren Umgebung: ihrem Zuhause und dem Ort ihres Schaffens. Wir begeben uns auf eine Reise in ihre Lebenswelten und lassen uns die Geschichten hinter den Möbelstücken erzählen – jedes so individuell wie ihr Besitzer. Während die Stories der Personalities das Herzstück des Buches bilden, ergänzen namhafte Fachautoren das Thema »Persönlichkeit« um eine psychologische und soziologische Perspektive.
Wir machen einen Ausflug in die Persönlichkeitspsychologie, werfen einen Blick in Richtung Populärkultur und betrachten Persönlichkeit schließlich im Spannungsfeld zwischen Haben und Sein, zwischen materieller Kultur und Lifestyle. Die Diversität der Porträtierten spiegelt sich in der Vielfalt der begleitenden Essays wider, die auf unterhaltsame und überraschende Weise die Facetten rund um den Begriff der Persönlichkeit aufzeigen.